Mit einer Gala feierten die Abiturientinnen und Abiturienten unserer Schule in der Leonberger Stadthalle ihren Abschluss. Gut 200 Gäste erlebten einen abwechslungsreichen Abend. Höhepunkt: Die Zeugnisübergabe an die 31 Schülerinnen und Schüler der beiden Abschlussklassen.

Die allgemeine Hochschulreife „ist der höchste Schulabschluss, den das deutsche Bildungssystem zu bieten hat“, betonte Schulleiterin Rebecca Barensteiner anlässlich der feierlichen Übergabe. Unter dem Beifall der Gäste zollte sie den sichtlich stolzen Absolventen Respekt für deren Leistungen.

Dabei vergaß die Schulleiterin nicht, darauf hinzuweisen, dass der Weg zum Abi mitunter beschwerlich gewesen sei: Wie im Sport habe es Leistungs- und Motivationstiefs gegeben. Verletzungspausen, Trainerwechsel und Spielerausfälle – alles sei dabei gewesen. Und dennoch, so ihr Vergleich zur Fußball WM, hätten die beiden Klassen-Teams in ihrem Wettbewerb deutlich besser abgeschnitten als die deutsche Nationalelf. „Unsere Mannschaften haben nicht nur das Endspiel erreicht. Sie haben es auch gewonnen“, so Rebecca Barensteiner.

In den Abend eingestimmt wurden die Gäste mit einem Gesangsduett von Rachel und Daniela. Sie coverten einfühlsam den Titel „Flashlight“ der britischen Popmusikerin Jessie J. Zwei Diashows erlaubten dann einen Einblick in das Schülerleben abseits von Lernen und Notenstress. Vor allem aus den Klassenausflügen entstammten Motive, die auf eine entspannte Zeit schließen lassen.

In lockerer Art führten Maria Akretidou und Maxime Steiner als Moderatorinnen durch den Abend, für den die Tanzgruppe „Show Invasion“ von der Musikschule Renningen einen flotten Programmpunkt lieferte. Unter der Leitung von Vanessa Haiter setzten die Jugendlichen das Thema Ausgestossensein und Gruppensolidarität tänzerisch abwechslungsreich und interpretationsfreudig um.

Die Klassenlehrerin der 13a, Yvonne Stohr, hatte erst am Abend erfahren, dass sie für eine Rede vorgesehen war und überraschte das Publikum mit einem Geheimnis, das an diesem Abend gelüftet werden solle. Bereits in der 11. Klasse hatte sie die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, einen kleinen Brief an sich selbst zu schreiben. Und zwar aus der Perspektive, wenn sie Abitur bestanden haben werden. Die Briefe wurden damals verschlossen und nicht weiter angerührt. Jetzt, am Tag des damals noch angenommenen Ereignisses, las die Klassenlehrerin einige Briefe vor – natürlich mit dem Einverständnis der Autorinnen und Autoren. Die Texte zeigten sowohl heitere als auch ernste Passagen zu den Themen Schule, Lernen, Erfolg und Erwachsenwerden.

Ernst Zimmermann, Klassenlehrer der 13b ließ Höhen und Tiefen der zurückliegenden Schuljahre aufleben. Dabei betonte er, wie wichtig es sei, dass auch Tugenden wie Kritikfähigkeit an der Schule gelehrt werden. „Schülerinnen und Schüler müssen den Mut zum Widersprechen haben“, betonte er.
Und: Viele hätten ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Das mache Mut für die Zukunft.

In flapsig-launigem Stil hielt Jan die Schülerrede. Er betonte, dass viele seiner Mitschülerinnen und Mitschüler noch nicht wüssten, was sie jetzt, nachdem die Schulzeit vorbei ist, machen sollten. Da hätten auch diverse Beratungstermine und -veranstaltungen nicht weitergeholfen. Entgegen eines weitläufigen Vorurteils bereite die Schule dennoch durchaus auf das Leben vor. Denn nach der Schulerfahrung „kann uns nichts mehr schocken“, so der Abiturient. Und an die Gäste im Saal gewandt witzelte er: „Sie müssen einfach an uns glauben – schließlich sind wir Ihre Zukunft!“

Zur allgemeinen Erheiterung wurden zum Schluss noch die Lehrerawards verliehen. Unter Kategorien wie „Zu-spät-Kommer“, „Der Junggebliebene“, „Die Verzweifelte“ „Der Vergessliche“ und „Das Dream-Team“ fanden pfiffig ausgedachte Preise ihre würdigen Abnehmer.

(tb)